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Sonntag, 23. April 2017

Mohn-Birnen-Kuchen mit Schmandguss

Unvorhergesehen habe ich eine kleine Blogpause eingelegt. Mir waren die letzten beiden Wochen nämlich im realen Leben stressig genug. Ein Workshop in Berlin, Ostern mit einem großen Brunch bei dem die ganze Familie zu Besuch war und mein eigener Geburtstag. 

Dadurch, dass ich im April geboren bin, habe ich manchmal das Pech, dass Ostern und mein Geburtstag sehr nah aneinander sind. Die unglücklichste Paarung war tatsächlich einmal mein Geburtstag direkt am Ostersonntag. Hat mir nicht gefallen und seit diesem Tag habe ich (noch mehr) Mitleid mit allen Weihnachtsgeburtstagskindern. Es ist nämlich wirklich stressig. Also stressiger als ein Geburtstag ohnehin bereits ist...

Wie auch immer. In meinem noch-platt-von-Ostern-Delirium habe ich tatsächlich bis zum Mittwoch gewartet um zu entscheiden, ob ich denn nun feiern möchte oder nicht. Ich entschied mich dafür und glücklicherweise hatten zwei Freundinnen, meine Schwester und mein Vater noch nichts besseres vor 😍. 

Zum Kaffee trinken hatte ich spontan drei Kuchen geplant und zwar aus dem was ich noch da hatte, damit ich nicht groß einkaufen muss. Der Rhabarber im Kühlschrank musste weg und deshalb stand für mich schnell fest, es gibt auf jeden Fall den Rhabarber-Haselnuss-Kuchen. Ebenso schrien die Bananen in der Küche nach meinem leckeren Schokoladen-Bananen-Kuchen. Für einen dritten Kuchen wollte ich nach etwas frischem suchen, bei dem ich möglichst noch etwas von der sauren Sahne im Kühlschrank verarbeiten kann (da hat sich tafelbedingt ein bißchen was angesammelt...). 

Ich stöberte also online vor mich hin und fand dann den Mohn-Schmandkuchen mit Birnen. Ich weiß nicht warum, aber bei Mohn setzt es immer ein bißchen aus bei mir und ich will das dann unbedingt haben. SOFORT! Also musste ich doch noch einkaufen... Dosenbirnen und gemahlenen Mohn hatte ich nämlich nicht mehr im Haus. Und Schmand brauchte ich auch, nix mit Aufbrauchen von Saurer Sahne 🙈



Für den Mürbeteig

1 Ei
150 g Mehl
75 g Zucker
75 g Butter
1 Prise Salz
1 Pkg Vanillezucker
1 1/2 EL Wasser

Für die Mohnmasse

250 ml Milch
200 g Mohn, gemahlen
100 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier

Für den Schmandguss

200 g Schmand
3 Eier
1 TL Speisestärke
75 g Zucker
etwas gemahlene Vanilleschote (optional)

Außerdem

1 Dose Birnen oder 4 reife feste Birnen
ca. 2 EL Paniermehl
Puderzucker n. B. 

Zuerst den Mürbeteig ansetzen. Dafür das Ei trennen, das Eiweiß für später kühl stellen. Das Mehl mit Zucker, Salz, Vanillezucker, Eigelb und Butter zu Streuseln kneten. Dann das Wasser zugeben und alles noch einmal durchkneten. 

Eine 26-cm-Springform fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Mürbeteig auf dem Boden verteilen (dabei KEINEN Rand hochziehen). Am besten geht das Verteilen mit leicht gemehlten Händen, weil der Teig doch recht klebrig ist. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen zum ruhen. 

Als nächstes die Milch aufkochen. Den Mohn, Salz, Zucker und Vanillezucker einrühren und unter Rühren noch einmal aufkochen und 2-3 Minuten köcheln lassen. Dabei unbedingt dabei bleiben, die Masse wird direkt sehr dick und es besteht große Gefahr dass die Mohnmasse anbrennt! Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren. 

Wenn die Birnen frisch sind, dann diese waschen, schälen, halbieren, das Kerngehäuse heraustrennen und zur Seite stellen. Wenn Dosenbirnen verwendet werden, diese gut abtropfen lassen, der Saft wird nicht benötigt. 

Zuletzt den Schmandguss vorbereiten, dafür den Schmand mit den Eiern, der Stärke und dem Zucker verrühren. Optional kann noch etwas gemahlene Vanille zugegeben oder ein Teil des Zuckers durch Vanillezucker ersetzt werden.

Den Ofen vorheizen auf 200°C. Den Mürbeteigboden gleichmäßig mit Paniermehl bestreuen. Die abgekühlte Mohnmasse mit dem kalt gestellten Eiweiß und den 2 kompletten Eiern verrühren und auf den Boden geben. Die Masse gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Die vorbereiteten halben Birnen im Kreis auf der Mohnmasse verteilen und leicht andrücken. Den Schmandguss vorsichtig darüber gießen. 

Auf der untersten Schiene für 55-60 Minuten backen. Aus dem Ofen herausnehmen, in der Form abkühlen lassen, den Tortenring lösen und mit Puderzucker bestreuen. 



Der Kuchen ist durch die Vorbereitung des Mürbeteiges natürlich etwas aufwändiger, aber ganz ehrlich er macht optisch und geschmacklich richtig was her! Ich war direkt beim Anschneiden verliebt. Originalton ungefähr so: "Boah guckt mal wie cool der aussieht 😍😍😍".

Übrigens eine Sache muss ich noch anmerken - das Rezept ist original von der Lecker-Seite und ich habe es mir ausgedruckt. Und fragt nicht wie ich geflucht habe, weil das Rezept gefühlt sehr umständlich geschrieben war. Ich hoffe mit meiner Aufteilung und Umschreibung ist der Kuchen leichter zu backen. Denn er lohnt auf jeden Fall, mindestens eine Freundin wartet schon auf das Rezept 😁.


Samstag, 22. April 2017

Was wurde aus der Tafeltüte April 2?

Ihr habt es sicher mitbekommen - ich habe eine spontane kleine Blogpause eingelegt. Das war so nicht beabsichtigt, normalerweise möchte ich mindestens 2-3 Rezepte veröffentlichen zwischen den Tafelzusammenfassungen. Aber die letzten zwei Wochen waren einfach voll. Direkt am Wochenende 8./9./10. April waren wir in Berlin, 2 Tage war ich zum Urban Gardening Workshop vom Foodiemeetup und einen Tag haben wir noch Ferien dran gehängt (glücklicherweise haben wir die Möglichkeit bei Verwandten zu schlafen). Die Woche waren die Kids dann Zuhause, das machen wir fast immer während der Schulferien. Dann kam schon das Osterwochenende, dass wir gammelnd, aufräumend, vorbereitend und feiernd mit meiner Familie verbrachten. Schwupps, da waren wir schon in der kurzen Woche in der mein Geburtstag (Donnerstag) anstand mit eingeladenen Freunden und Familie und da war auch diese Woche schon vorbei. Ich muss zugeben, die Dynamik dieser zwei Wochen hat mich sehr erschreckt, die Zeit rannte wirklich an mir vorbei. Aber es war einfach toll und ich möchte sie nicht missen. Und ich denke Ihr verzeiht es mir auch, dass Leben 1.0 gerade einfach mal vorging 😊


Ein paar der Sachen habe ich übrigens mitgenommen nach Berlin zu Freunden und Familie. Schließlich sind viele Sachen zum Sofortverzehr gedacht und wenn ich das erste Wochenende nicht da bin, ist das schwierig. Außerdem waren meine sonstigen Abnehmer selbst verreist. Einige Sachen habe ich aber noch liegen, wie zB. die Tortillas, das Kebab Brot und den Blumenkohl. Die tauchen dann einfach in der nächsten Zusammenfassung auf 😁

Über die TicTacs und die Eiswaffeln haben sich die Kids sehr gefreut, sie lieben beides. Die kleinen Muffins habe ich zu meinem Geburtstag mit auf den Kaffeetisch gestellt und war ein bißchen beleidigt, dass Kuchen über blieb, die Muffins allerdings am Ende leer waren. Die Pizzen haben wir uns ohne Foto einfach so mal zum Abendessen gemacht (ich popelte die Salami runter, mein Sohn die Paprika und meine Tochter alles 😆). 

Schwierig fand ich die frische Schälrippe. Da meine sonstigen Abnehmer ja wie gesagt nicht kommen konnten, musste ich sie gleich verarbeiten oder wegwerfen (mir fällt grad ein, einfrieren wäre ja auch gegangen. Bin ich in dem Moment echt nicht drauf gekommen). Wegwerfen kam für mich natürlich nicht in Frage. Also habe ich sie in einer Honig-Senf-Marinade asiatisch angehaucht eingelegt und mitgenommen nach Berlin. Abends kam der in die Auflaufform und zack - Abendessen fertig. Schade, dass es sonst keiner probieren wollte, die Rippchen waren nämlich wirklich lecker. Die Marinade muss ich unbedingt noch einmal machen. 

Um die Bananen zu verwerten, habe ich am Freitag noch schnell einen Schokoladen-Bananen-Kuchen gebacken und mitgenommen zu den Omas. Am meisten gefreut haben sich seltsamerweise die Kinder, die ungefähr den halben Kuchen allein aßen - innerhalb von 3 Tagen. Das wunderte mich, denn bisher wurde dieser Kuchen von ihnen mit Nichtachtung gestraft. Da sich dieses Phänomen allerdings auch wiederholte, als ich den Kuchen zu meinem Geburtstag noch einmal buk, scheinen sie dem Schokoladen-Bananen-Kuchen nun ebenso verfallen zu sein wie ich!



Die Möhrchen aus der Tafeltüte wurden zu einer Fischstäbchenbeilage. Kombiniert mit Kohlrabi den ich noch liegen hatte, und Kartoffelbrei aus den schrumpeligen Kartoffeln in der Vorratskammer ein perfektes Abendessen. Ihr wisst ja, bei Fischstäbchen meckert hier niemand... 😏 Das Gemüse habe ich übrigens wie beim Wurzelgemüse in Sahnesauce zu bereitet.

Der Porree, die Champignons und Créme Fraîche aus einer vorherigen Tüte durften mit Hofladenhackfleisch als Käse-Lauch-Suppe unseren Gaumen erfreuen. Ernsthaft, ich liebe diese Variante der Käsesuppe. Auch wenn sie ewig viele Kalorien hat, es lohnt sich einfach. Am besten Brot und so weglassen, dann ist es Low Carb und bestimmt nicht ganz so schlimm.


Am Ostersonntag haben wir mit meiner Familie gebruncht. Dabei habe ich einiges von der eingefrorenen Hefe aufgebraucht. Es gab ein Bärlauch-Monkeybread und Krabbelgruppenbrötchen.  























Außerdem einen Osterzopf und Würstchentornados (die nicht nur bei den Kindern super ankamen). 



Völlig übertrieben habe ich dann noch mit lecker Quarkbällchen. Da hatte sich schon wieder einiges an Quark im Kühlschrank angesammelt und ich habe eigentlich nur auf eine Gelegenheit gewartet mal wieder welche zu machen - das Frittieren hat allerdings einige Zeit in Anspruch genommen. Und zu ungeduldig war ich auch, teilweise waren sie noch roh in der Mitte. Gestört hat das aber wohl niemanden, zumindest gab es keine negativen Rückmeldungen. Ich hab mich auf jeden Fall ziemlich überfressen an den Dingern (und ich bereue nichts 😀). 


Ein schönes Schnäppchen habe ich übrigens am Ostersamstag gemacht, als ich abends noch fix was vergessenes einkaufen wollte. In der Fischtheke lag küchenfertiger Thunfisch, Verbrauchsdatum 18.4. für 50 % rabattiert. Da habe ich mich nicht lange bitten lassen und schon lagen beide vorrätigen Packungen in meinem Einkaufskorb. Ich habe ihn von allen Seiten angebraten, dann bei 150 Grad für 10 Minuten in den Ofen, gebratene rote Zwiebeln dazu und diesmal habe ich noch die Burgerbrötchen von der Tafel mit aufgebacken. So wurde da also ein ganz fixer Thunfischburger draus. Hat unglaublich gut geschmeckt und dafür gesorgt, dass ich gewiss wieder auf der Suche nach Schnöppchen um die Fischtruhe herumschleichen werde...


Die mittlerweile arg schrumpeligen Paprika habe ich mit der Zucchini und ein paar Tomaten zu einer ratatouilleartigen Sauce verkocht, da drin habe ich gekühlte Fertig-Tortellinis warm gemacht, für mich noch etwas angebratenen Speck dazu - fertig war ein fixes Abendessen. 

Und dann war auch schon mein Geburtstag ran. Bis zuletzt war ich unentschlossen ob ich überhaupt feiern werde, oder ob ich es einfach unter den Tisch fallen lasse. Allerdings finde ich es einfach schön mit Freunden und Familie diesen Tag zu genießen. Und obwohl meine Einladung sehr spontan war (nicht mal 24 Stunden vorher) war ich an diesem Tag nicht allein. Das fand ich toll!


Gebacken hatte ich wie oben schon erwähnt nochmal den Bananen-Schokoladen-Kuchen, einen Birnen-Mohn-Schmand-Kuchen und diesen Rhabarber-Haselnuss-Kuchen

Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Freitag, 7. April 2017

Was wurde aus der Tafeltüte April 1?

Beim letzten Tafelgang gab es eine kleine Änderung zu sonst - ich habe die Tüte nicht allein abgeholt. Ich war an diesem Tafelfreitag nämlich mit meiner Schwester auf der Buchmesse. Es ging kein anderer Tag, wir fahren seit Jahren regelmäßig hin und am Wochenende gehe ich nicht auf die Messe. Schon gar nicht mit dem Babymädchen dabei! Aus diesem Grund habe ich Bekannte mit demselben Tafeltag gefragt, ob sie meine Tüte mit abholen könnten. Das Geld, eine Vollmacht, meine Tafelkarte und einen Bestechungskuchen 😀 hatte ich rechtzeitig vorher hingebracht und alles abgesprochen. Am Samstag fuhren wir dann hin und holten die Tüten ab. Einfach toll, dass das so gut geklappt hat!



Die Tüte diesmal war im Vergleich zu sonst wenig. Auf Instagram wurde ich für diese Aussage kritisiert, sie ist aber nicht negativ sondern einfach objektiv gemeint. Wenn die Tüte nicht so voll ist, ist es nämlich klar, dass ich nicht soviel daraus gekocht habe. Und von dem was drin war, habe ich auch wieder was weggegeben - die Wurst, einen Teil vom Obst, die Mango-Currysauce (wir haben noch eine fast volle Packung), die Fruchtbuttermilch ... Weggeworfen habe ich den grünen Spargel, weil er unten komplett verschimmelt war. Da wollte ich nichts riskieren (ein Foto erspare ich Euch).

Die Pizza gab es direkt am Abend, sie waren durch die Nacht ohne Tiefkühlung schon aufgetaut und wieder einfrieren geht ja nicht. Ein Foto habe ich aus akuter Unlust zu dem Zeitpunkt nicht gemacht (ich lag stillend auf dem Sofa und war froh, dass mein Freund die Pizza vorm Verbrennen gerettet hat - an Fotos war da nicht zu denken 😏 ).


Ein Großteil des Gemüses wie Paprika und Rucola landete in Salaten wie diesem hier. Mein Freund macht das ernst mit dem "etwas gesünder essen" und geschnippelt schmeckt gesundes halt deutlich besser... Also Salatteller und Daily Salat gehen weiterhin gut.

Die Aufbackbrote wurden nach und nach alle weggegessen. Spezielle Fotos gab es dazu nicht, ein Brot mit Salami und Käse drauf ist nicht so interessant finde ich. Allerdings war die Version mit selbstgemachtem Bärlauchpesto, Mozzarella und Tomate so lecker und fotogen, dass ich Euch das zeige. Diese Kombination gab es in den letzten 2 Wochen öfter. 




In den letzten zwei Wochen habe ich übrigens festgestellt, dass ich mit meinem Liebsten mal "ich mag das nicht" durchdiskutieren muss. Er mag keinen Bärlauch - und mampfte mir obige Bärlauchpestobrote und selbstgemachte Bärlauchbutter weg. Und Frischkäse mag er auch nicht, deshalb hat er die Schüssel Frühlingszwiebel-Frischkäse-Dip ebenfalls fast allein weggedrückt *g*. 

Ebenfalls glücklich gemacht habe ich letzte Woche die Mamas (und Kiddies in der Krabbelgruppe. Ich habe einen ganzes Blech Zupfkuchen gebacken, so dass nach Herzenslust geschlemmt werden konnte. Und dazu gab es noch Schokoladenmuffins mit flüssigem Kern - die Weihnachtsschokolade die hier rum lag ist jetzt drastisch weniger geworden. 





Alle bisher gezeigten Gerichte waren aus der ersten Woche, am Freitag erwischte uns nämlich Magen-Darm und ich kochte kaum noch etwas. Gestern schaute ich dann, was aus der Tafeltüte überhaupt noch da ist und bis auf den Lauch und ein Aufbackbrot habe ich gar nichts mehr gefunden. Den Lauch gab es abends dann als Lauchgemüse mit selbstgemachten Pizzabrötchen dazu. 



Ich könnte jetzt noch verzweifelt versuchen diese Zusammenfassung etwas länger zu gestalten (es gab wieder Brot und auch Brötchen mit der eingefrorenen Hefe), allerdings verschone ich Euch heute damit und sage es ist wie es ist, die Tafeltüte war einfach leerer als sonst. Mal sehen wie das heute ist und was ich Euch dann in zwei Wochen für eine Zusammenfassung präsentiere 😊

Flashback: Das erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Dienstag, 4. April 2017

Yogurtlu Erişte

Nudeln und Hackfleisch, das geht bei uns immer. Egal wie maulig Kinder oder Mann sind, egal wie schlecht die Laune ist - sobald Nudeln auf dem Tisch stehen und es dazu etwas mit Hackfleisch gibt, sind alle wieder glücklich. Diese Liebe zum Hackfleisch bekommt jetzt einen eigenen Feiertag - 

ALL YOU NEED IS HACK!



Und damit dieser Tag gebührend gefeiert werden kann, war ich am Wochenende wieder im Hofladen und habe Hackschub ähm Nachschub geholt. Doch was sollte ich daraus machen? Mein Blick fiel auf meinen üppigen Knoblauchvorrat (Im Laden: "ich müsste mal wieder Knoblauch kaufen" gesagt, getan. Zuhause: "Oh das dachte ich mir letzte Woche auch schon." - kennt Ihr sicher 🙈) und es war klar, viel Knoblauch muss mit dran. 

Mir fiel das Yogurtlu Erişte ein, dass ich schon vor Ewigkeiten mal gekocht hatte. Übersetzt heißt das wahrscheinlich soviel wie Joghurtnudeln (korrigiert mich, falls ich falsch liege). Dazu gibt es eine Hackfleischsauce - ein perfektes Hackliebefeiertagsessen also. 



Für 4 Personen:

500 g Hackfleisch
3 EL Tomatenmark
1 Dose Pizzatomaten natur
1 TL Kreuzkümmel
2 Zwiebeln
1/2 Packung TK-Petersilie

500 g Nudeln
400 g Joghurt (hier 3,5 % Fett)
4 Knoblauchzehen

außerdem Salz, Pfeffer, Chili

Die Zwiebeln schälen, fein würfeln und mit etwas Zucker in Öl glasig andünsten. Das Hackfleisch zugeben und krümelig braten. Das Tomatenmark unterrühren und dann mit der Dose Pizzatomaten ablöschen. 200 ml Wasser unterrühren, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und wenn gewünscht 1/2 TL Chili zugeben. Den Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen.

Die Nudeln in Salzwasser bißfest garen und abgießen. Die Knoblauchzehen schälen und in den Joghurt pressen (alternativ sehr fein schneiden oder reiben). Mit Salz abschmecken und dann mit den Nudeln vermischen. 

Die Petersilie in die Sauce rühren, noch einmal abschmecken und dann mit den Knoblauchjoghurtnudeln genießen. 


So holt man sich Fernweh auf den Teller. Ein wenig Kreuzkümmel und Knoblauch und schwupps... Als riesiger Türkeifan (Türkei! Nicht Erdogan. Die politische Situation beobachte ich ehrlicherweise mit Sorge 😟) ist so ein wunderbares Essen fast wie ein kleiner Urlaub. 

Und jetzt Ihr - mögt Ihr Hackfleisch? Dann habe ich noch eine kleine Überraschung. Der Hackfeiertag wurde von Stefanie und Sonja ins Leben gerufen und mehr als 30 Blogger sind ihrem Aufruf gefolgt. Falls Ihr also Lust auf die Verarbeitung von Hack habt, hier sind eine Menge Rezepte zur Inspiration: 


  1. Bake to the Roots - Fladenbrot mit Hackfleisch

  1. Gernekochen - Filet Americain

  1. Kleiner Kuriositätenladen - Meatball Subs

  1. Lebkuchennest - Beef Bowl

  1. Experimente aus meiner Küche - Überbackene Lasagnerollen

  1. happy plate - Kalbsbouletten

  1. Cuisine Violette - Albóndigas en salsa

  1. Schnin’s Kitchen - Hackbällchen Toscana
  1. USA kulinarisch - Taco Cups
  1. Jankes*Soulfood - Bolognese-Crespelle
  1. Paprika meets Kardamom - Hackbällchen in Letscho
  1. Cookie und Co -  Spaghetti-Pizza            
  1. S-Küche - Ragù alla Bolognese           
  1. Was du nicht kennst…- Rigatoni al forno
  1. Zauberhaftes Küchenvergnügen - mediterraner Hackbraten
  2. Ofengeflüster - Hackfleisch-Brötchen-Sonne
  1. Karambakarina’s Welt - Chili Cheese Fries
  2. Cakes, Cookies and more - Hackfleischmuffins mit Kartoffelhaube
  3. Haut Gôut – Tatar vom Reh
  4. moey’s kitchen - Schwedische Köttbullar
  5. Geschmeidige Köstlichkeiten - Blattspinat mit Hackknöderl
  6. lecker macht laune - Hackfleisch-Spinat-Quiche
  1. Allerbester Kram - Beeftea
  2. Amor&Kartoffelsack - Big Mac Pizza          





Sonntag, 2. April 2017

Russischer Zupfkuchen vom Blech

Ich liebe Zupfkuchen. Russischer Zupfkuchen ist einer der ersten Beiträge die ich im Blog hochgeladen habe, mittlerweile hab ich dem Rezept sogar neue Fotos spendiert und die arg häßlichen rausgeworfen. Regelmäßig wird der hier gebacken und bis auf das letzte Krümelchen aufgegessen. Als Variante hatte ich sogar mal Muffins gebacken, allerdings mit Vanillepuddingpulver 😶 Daran merkt man eindeutig, dass dieses Rezept schon laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange im Blog ist - ich benutze heute kein Pulver mehr! 



Diese Zupfkuchenliebe führte allerdings dazu, dass ich sofort aufhorchte, als ich den Zupfkuchen vom Blech bei Springlane sah. Ein ganzes Blech Zupfkuchen?? Geil! Aber wer soll das bitte hier aufessen? Deshalb führte ich mal wieder die Krabbelgruppe in Versuchung 😁 

Für 1 normales tiefes Backblech:

Für den Teig
420 g Mehl
200 g Zucker
2 Pkg. Vanillezucker
3 TL Backpulver
40 g Backkakao
1 Prise Salz
2 Eier
250 g Butter

Für die Füllung
375 g Butter
4 Eier
1000 g Quark
250 g Zucker
2 TL Vanilleextrakt
70 g Stärke
optional 1 TL Zitronenschalenabrieb

Mehl mit Zucker, Vanillezucker, Backkakao, Salz und Backpulver mischen. Die Eier und die Butter in Stücken zugeben und alles miteinander verkneten. Das Backblech mit Backpapier auskleiden und dann 2/3 des Teiges auf dem Boden ausrollen (ich mach das immer mit den Händen - klebt zwar ein bißchen, aber ist mir lieber als mit einem Nudelholz).

Die Butter für die Füllung schmelzen und etwas abkühlen lassen. Die Eier mit dem Quark, dem Zucker, dem Vanilleextrakt und der Stärke (+ Zitrone falls gewünscht) glatt rühren, die geschmolzene Butter unterrühren und alles auf dem ausgerollten Boden verteilen und glatt streichen. 

Den restlichen Teig in Stücke zupfen und auf der Quarkmasse verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C 45 Minuten backen. 



Als ich mit meinem riesigen Blech Zupfkuchen den Raum betrat, wurde ich freudestrahlend empfangen. Und als ich erzählte, was ich da mitgebracht hatte, vergaßen ungefähr 2/3 ihre aktuelle Diät 🙈 Leer ist er leider nicht geworden, das könnte aber an den Schokomuffins mit flüssigem Kern die ich zusätzlich noch gemacht hatte und an den herzhaften Kleinigkeiten die meine Freundin vorbereitet hatte, liegen. 


Nachmittags haben wir uns dann nochmal alle auf dem Spielplatz getroffen und die Reste vernichtet - also absolute Empfehlung für diesen mega leckeren Blechkuchen! Ich habe übrigens 500 g Quark durch 500 g Schichtkäse ersetzt, weil ich den noch da hatte. Kann man machen, muss man aber nicht, geschmeckt hat es aber 😏