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Donnerstag, 26. April 2018

Spargel-Kartoffel-Gratin

Die Spargelzeit hat begonnen - leider ist der Wochenmarktspargel noch unbezahlbar für mich. Ich gedulde mich einfach noch etwas bis alle anderen die Nase voll haben und dann gibts Spargel satt. Da freue ich mich schon sehr drauf!!!

In der letzten Tafeltüte war nun aber schon ein kleiner Vorgeschmack auf die Spargelzeit. Zwei Bund (nicht mehr wirklich frischer) frischer Spargel. Mit holzigen Enden, matschigen  Spitzen - was halt keiner mehr kaufen würde. Natürlich ist solcher Spargel aber dennoch zu gut für die Tonne, einfach die Enden und ekligen Spitzen großzügig abschneiden, Spargel schälen und gut ist. Für die klassische Variante mit Sauce Hollandaise waren diese Bunde aber nicht zu gebrauchen. Deshalb bin ich kreativ geworden und habe einen mega leckeren Spargel-Kartoffel-Auflauf gebastelt. 


1 kg Spargel (2 Bund)
1 kg Kartoffeln (festkochend)
1 EL Kräuterbutter
2 EL Mehl
500 ml Milch
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
75 g Cheddar gerieben

Die Kartoffeln schälen und in etwa 3-4 cm große Würfel schneiden. In Salzwasser etwa 10 Minuten bißfest kochen. Abgießen und zur Seite stellen.

Den Spargel schälen (im Zweifel holzige Enden und eklige Stellen großzügig abschneiden) und in 4-5 cm lange Stücke schneiden. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Spargel mit einer Prise Zucker für etwa 10 Minuten braten. Dabei regelmäßig umrühren. 

Die Kartoffeln und den Spargel in einer Auflaufform miteinander mischen. 

Die Kräuterbutter (normale geht natürlich auch, dann aber etwas mehr würzen) in einem Topf schmelzen. Das Mehl dazu geben und unter rühren "anbraten" (siehe Mehlschwitze machen). Die Milch zugießen und alles aufkochen. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet, dann mit Salz und Pfeffer würzen und über die Spargel-Kartoffel-Mischung geben. Den Cheddar darüber streuen. 

Im vorgeheizten Backofen bei etwa 180°C 20 Minuten überbacken. 


Von mir persönlich gibt es für dieses Rezept alle Daumen hoch. Das ist wahnsinnig lecker! Ich freue mich quasi schon auf den nächsten Spargel von der Tafel um das hier einfach direkt nochmal zu kochen 😏 Und vielleicht schaffe ich es dann, ein schöneres Bild zu machen. Das dieses Gericht so gut wird, hatte ich tatsächlich nicht erwartet und mir beim "Shooting" nicht soviel Mühe gegeben... 


Freitag, 20. April 2018

Was wurde aus der Tafeltüte April 2?

Es gibt so Tage, da weiß man schon im Vorfeld - die werden stressig. Heute zB. ist so ein Tag. Ich habe nämlich Geburtstag und werde heute wundervolle 33 Jahre alt (ich mag Zahlensymmetrien). Allerdings habe ich es nicht geschafft die Zusammenfassung gestern zu schreiben. Stattdessen lief ich wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung, räumte hier ein bißchen auf, packte dort etwas weg. Versteht mich nicht falsch, mein Schreibtisch sieht jetzt endlich wieder aus wie ein Arbeitsplatz und ein paar Sachen die mir schwer im Magen lagen, habe ich auch erledigt. Aber Warum zum Geier nochmal habe ich diesen Blogpost nicht gestern irgendwann dazwischen gequetscht? Ach ja, weil ich nicht schreiben kann, wenn die Kinder mich ständig ablenken *g*. So ist das halt als Mum. Drückt mir die Daumen, dass ich heute dennoch alles schaffe was ich mir vorgenommen habe und am Ende nicht winselnd in der Ecke liege, weil ich völlig durch bin 😁


Hier nun also die letzte Tafeltüte. Ich muss zugeben, dass ein Großteil der Schokolade es nicht aufs Bild geschafft hat, ich war vorher bei Freunden und habe viel dort gelassen. Schokoholiker sind dankbare Abnehmer für Hohlkörper und Co. Und von dem was Ihr im Bild noch seht, haben wir nur die Balisto, die m&ms und die Topkuss behalten - der Rest ging zu meiner Schwester und meinem Vater (ebenfalls bekennende Schokofans). Ansonsten ist diesmal gar nicht soviel weiter gezogen - die Bananen, ein Teil vom Joghurt, die Golden Toasties (weil wir noch welche haben), der Kartoffelsalat, die Orangen und etwas Wurst. Ein bißchen was liegt auch noch im Schrank, wie zB. die Buttermilch und die Valess-Schnitzel. Die werde ich dann einfach in der nächsten Woche mit benutzen. 

Die Oliven und die Tomaten habe ich in einer Frittata verarbeitet. Leider fehlen mir dazu die Bilder, mein Handy oder mein PC hat die gefressen - angeblich sind die an einem anderen Speicherort 😟 Auf Instagram hatte ich es nicht gepostet. Das ist ärgerlich grad, aber Ihr könnt ja im Rezept nachschauen, wie so eine Frittata aussieht. Diesmal natürlich mit deutlich mehr Oliven und auch das hat geschmeckt. 

Und noch ein Bild ist verschwunden und kann nicht gezeigt werden - die andere Hälfte von Tomaten und Oliven, der Eisbergsalat, die Gurke und eine Paprika aus der Tafeltüte habe ich zu einem Salat verarbeitet. Ergänzt habe ich mit etwas Käse aus dem Kühlschrank und der Mann war begeistert. Wegen der Oliven! Normal habe ich Oliven nicht im Haus, weil ich sie nicht so wirklich mag. Er allerdings liebt sie sehr ... 😅

Für den Spielplatz habe ich ein paar Waffeln mit Naturjoghurt und Cornflakes gebacken (nicht alle Cornflakes haben in die dafür vorgesehene Plastikdose gepasst, sie mussten also weg). Geschmacklich waren die Waffeln wirklich top, obwohl ich dachte sie wären etwas krosser. Das Rezept veröffentliche ich Euch demnächst auch noch, versprochen. 


Der Porree lud mich geradezu ein ihn zu meinem geliebten Lauchgemüse zu verarbeiten. Dazu gab es ein paar Pellkartoffeln und das Mittag war gerettet. Falls Ihr es noch nicht kennt, solltet Ihr dieses Rezept unbedingt mal ausprobieren. Es gehört zu meinen "All-Time-Favorites". 

Auch der Fenchel war in meinem Kopf direkt ein komplettes Gericht. Kennt Ihr die Spaghetti mit Fenchel-Sahne-Sauce schon? Das ist super fix gemacht und der Geschmack erst 😍 Ich hasse Fencheltee und hätte mir nie träumen lassen, dass ich mich mal über Fenchel freuen würde. 



Der restliche Fenchel und die übrigen Spaghetti landeten in diesen Gemüse-Bratnudeln. Außerdem habe ich einen Brokkoli verarbeitet, der noch im Kühlschrank rum lag - ich kann da einfach nicht nein sagen, wenn sie den so extrem reduzieren 😏

Die Kohlrübe habe ich in einem Eintopf verkocht. Dazu kamen Möhrchen, Brühe, Kartoffeln und die "Winzer Stangerl". Die haben mir pur nämlich nicht geschmeckt, in der Suppe waren sie deutlich besser. Allerdings habe ich den Topf nahezu allein geleert. Kohlrübe mag mein Mann überhaupt nicht. 



Ich weiß, das Foto von den gratinierten Tortellini auf Gemüsesugo ist nicht wirklich gelungen. An dem Abend hatte ich wirklich gar keine Lust auf irgendwas und war froh überhaupt noch was essbares zusammen geworfen bekommen zu haben. Drin sind eines der Suppengemüse von der Tafel, selbst eingekochte Tomatensauce aus dem Vorrat und eine Packung gekühlte Tortellini aus einer vorherigen Tüte. Und Käse - ordentlich Käse 🙈

Ein weiteres Suppengemüse habe ich in diesem Wirsingeintopf untergebracht. Ein Stück Schwarzwälder Schinken habe ich dazu angebraten und mit untergerührt. Der Eintopf wäre übrigens noch leckerer gewesen, wenn ich ihn nicht kurz vor Schluss hätte anbrennen lassen 😅



Die Kohlrouladen sind aus der Dose, ich glaube vor 2 Wochen oder so waren die in der Tafeltüte. Und bevor die Staub ansetzen in der Speisekammer, habe ich ein paar Kartoffeln gekocht und dazu die Dose warm gemacht. Es hat satt gemacht, war geschmacklich ok und ich hab wieder Platz in der Kammer. 

Zum Abschluß zeige ich Euch noch diese kleinen Kohlrabi-Möhren-Tartes in denen ein Teil der Möhren verarbeitet wurde. Oder sind es eher Quiches? Ich bin da immer unsicher bei der Bezeichnung. Auf jeden Fall war der Mürbeteig noch im Kühlschrank und sollte weg und das Ergebnis war mega lecker. Ich glaube übrigens, dass der Mürbeteig auch aus einer früheren Tafeltüte war. Der lag schon ein bißchen, war aber noch absolut top in Ordnung. In diesem Sinne keine Angst vorm Mindesthaltbarkeitsdatum 😉


Besonders toll finde ich natürlich meine neuen Untergründe, die sich allesamt auch in dieser Zusammenfassung finden. Habt Ihr sie alle entdeckt?

Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.











Sonntag, 15. April 2018

Briocheknoten

So sehr ich die Backtheke in den Discountern verabscheue, so sehr lieben meine Kinder sie. Nahezu jedes Mal wenn wir einkaufen gehen, muss etwas von dort mit, meistens ein Donut oder ein Berliner. Die Kleinste im Bunde ist jetzt auch schon so weit, dass sie etwas will. Wenn man einmal damit anfängt ... Nun wollte ich ihr aber nicht direkt einen Donut oder Berliner in die Hand drücken. Meist zerpflückt sie eh noch und schmierige, klebrige Hände müssen ja nun erst recht nicht sein. Also griff ich zu Briocheknoten. Und weil ja nichts verkommen soll, habe ich die natürlich aufgegessen. Ganz schrecklich an der ganzen Sache finde ich nun, dass die echt schmecken ... 



Da hat mich nun der Ehrgeiz gepackt und ich wollte ausprobieren, ob man solche feinen buttrigen Briocheknoten auch selber backen kann. Passenderweise läuft im kochtopf aktuell das Event "Brot und Brötchen für den Brunch" in Kooperation mit Hobbybäcker. Da passen solche feinen Knoten natürlich ganz fantastisch, deshalb habe ich mich an die heimische Produktion gewagt. Ja es ist mehr Aufwand, aber der Geschmack ist fantastisch! 

Als Unterstützung hat Hobbybäcker übrigens Pakete verschickt mit Mehl, Trockenhefe und einem Teigtuch. Deshalb auch der Hinweis, dass dieser Beitrag durchaus Werbung enthält - sicher ist sicher 😁 Das Teigtuch ist dauerhaft im Einsatz und hat mich schon bei Pizzabrötchen, Monkeybread und Weizenmischbrot unterstützt. Ich mag es sehr. Die Trockenhefe ist da schon kniffliger. Ich bin ein Fan von (Bio-)Frischhefe und rechne mir zumeist die Rezepte von Trockenhefe auf Frischhefe um. Da ich aber nun 10 Päckchen der getrockneten Variante im Paket hatte, sollte die natürlich auch verwendet werden. 



Meiner Meinung nach ist der Nachteil von Trockenhefe, dass sie länger braucht um zu "starten". Wenn ich einen Teig mit Frischhefe ansetze und nach einer Stunde schaue, hat sich da schon gut was getan. Bei Trockenhefe ist dann noch nix zu sehen. Diesen Nachteil habe ich heute einfach mal zum Vorteil umgebaut. Die Briocheknoten sollte es nach dem Mittag geben (Brunch und so 😏), ich war aber vorher draußen verabredet - konnte also weder weiter verarbeiten noch danach schauen. Ich setzte den Teig also an und vertraute darauf, dass die 4 Stunden, die ich unterwegs sein würde, meinen Teig in Schwung bringen. Ich sag Euch, der war absolut perfekt als wir wieder kamen! 😍

Zutaten für 8-9 Brötchen:

150 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe (oder 25 g Frischhefe)
120 g Zucker
3 Eier
450 g Mehl
1 Prise Salz
200  g Butter

Die Milch mit der Hefe und dem Zucker vermischen und kurz stehen lassen. 2 Eier dazu geben, das letzte Ei trennen. Das Eigelb zur Hefemischung geben, das Eiweiß in den Kühlschrank stellen (wird später gebraucht). Das Mehl und das Salz zugeben und mit der Küchenmaschine etwa 3-5 Minuten verkneten. Nach und nach die zimmerwarme Butter in Stücken zugeben und noch einmal etwa 10 Minuten kneten, bis ein homogener, leicht klebriger Teig entstanden ist. 

Den Teig in eine Schüssel füllen und abdecken. Stehen lassen bis er sich etwa verdoppelt hat, mindestens 2 Stunden. Bei mir waren es ca. 4 Stunden. 

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und in  8 gleich große Stücke teilen, die einzelnen Teigstücke sollten ungefähr 110 - 115 g haben. 

Die einzelnen Teigstücke werden nun weiter verarbeitet. Zuerst noch einmal in 4 Stücke teilen (á jeweils etwa 30 g) und zu Rollen formen. Wie Ihr die Briocheknoten formt, seht Ihr im Video: 



Die geformten Briocheknoten auf ein mit Backpapier abgedecktes Backblech legen. Mit einem Handtuch bedecken und noch mal 30 Minuten gehen lassen. Mit dem beiseite gestellten Eiweiß bestreichen und dann im vorgeheizten Backofen bei 170°C für etwa 15 Minuten backen. 


Hach ja geschmeckt haben die Briocheknoten wirklich gut. Ich muss da unbedingt noch ausprobieren, wie die mit Über-Nacht-Gare werden. Für einen Brunch könnte es sonst zeitlich echt knapp werden. Falls Ihr es vor mir ausprobiert, lasst es mich unbedingt wissen. Wir haben die Briocheknoten übrigens mit Marmelade und Nuss-Nougat-Creme (die palmölfreie Variante) weg genascht. In unserem Fall also eine schöne Abwechslung zu Kuchen 😏


Blog-Event CXL - Brot und Brötchen für den Brunch in Kooperation mit Hobbybäcker (Einsendeschluss 15. April 2018)



Mittwoch, 11. April 2018

Bärlauch-Käse-Schnecken

Der heutige Post ist mal wieder eine Resteverwertung und aus "das könnte zusammen passen, ich teste mal" entstanden. Im Vorfeld hatte ich für das leckere Monkeybread mit Bärlauch und Mozzarella sowohl Pizzateig, als auch Bärlauchpesto angesetzt. Vom Pesto war noch ein etwa ein Viertel Glas voll da, vom Pizzateig etwa 1/4 der ursprünglich angesetzten Menge. Da ist übrigens auch direkt das Problem mit diesem Rezept - ich kann Euch keine genauen Mengenangaben geben. Ich vertraue allerdings auf Eure Fähigkeiten in der Küche und denke, Ihr bekommt das hin! 👍


Als erstes braucht man natürlich das Pesto, das Rezept gibt etwa zwei 250 ml Gläser voll. Ihr könnt es direkt halbieren oder Euch darüber freuen, dass das Pesto mit Nudeln pur, auf Brot oder natürlich im Monkeybread einfach fantastisch schmeckt 😉

50 g frische Bärlauchblätter
1/2 TL Salz
150 ml Olivenöl
50 g Cashewnüsse
50 g Parmesan 

Den frischen Bärlauch gut waschen, das ist vor allem bei selbst gesammeltem Bärlauch sehr wichtig. 

Die Blätter etwas klein schneiden und dann mit dem Salz und dem Olivenöl fein pürieren. Die Nüsse und den Käse zugeben und ebenfalls klein pürieren (stückiger oder feiner, je nach Belieben). 

Das fertige Pesto in ein sauberes, verschließbares Glas umfüllen, mit einer dünnen Schicht Olivenöl begießen und in den Kühlschrank stellen. 

Als nächstes wird der Pizzateig angesetzt. Ihr könnt natürlich einen Tag leckere selbst gemachte Pizza essen und den restlichen Teig dann für die Schnecken benutzen. Oder Ihr könnt auch bei diesem Rezept einfach nur die Hälfte machen. 


1 kg Mehl (hier T 550)
10 g frische Hefe
600 ml kaltes Wasser
16 g Salz

Die Hefe im Wasser auflösen, das Mehl mit dem Salz mischen und dann die Hefelösung dazu gießen. Per Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Luftdicht verschließen und für etwa 1 1/2 Stunden gehen lassen. 



Fast geschafft. Für die Schnecken werden nun benötigt:

2-3 EL Bärlauchpesto
1/4 des Pizzateiges
etwa 200 g Käse (hier 1/2 Kugel Mozzarella und 1/2 Tüte Cheddarkäse)

Den Pizzateig auf einer bemehlten Fläche ausrollen. Den ausgerollten Teig dünn mit dem Bärlauchpesto bestreichen. Den Käse klein schneiden bzw. reiben und auf das Pesto streuen. Von der langen Seite her aufrollen und in ca.  1,5 cm dicke Scheiben schneiden. 

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Scheiben drauf legen. Bei 180°C für etwa 20 Minuten backen.

 Am Anfang wollte ich nur den Mozzarella drauf machen, aber dann fiel mir die angefangene Tüte Cheddarkäse ins Auge. Und was soll ich sagen? Es passte fantastisch. Käse und Bärlauch sind einfach ein Dreamteam - von Pizzateig mal ganz zu schweigen. 

Gemacht hatte ich die Schnecken übrigens für unser Donnerstags-Mädelsfrühstück. Und sie haben so gut geschmeckt. So gut, dass trotz absolutem Sättegefühl ständig noch ein Schneckchen verschwand ... 🙈
Freitag, 6. April 2018

Was wurde aus der Tafeltüte April 1?

Ha, da zeige ich Euch Woche für Woche wie ich abgelaufene Lebensmittel von der Tafel verarbeite, ignoriere das Mindesthaltbarkeitsdatum obwohl es teilweise wochen- und monatelang abgelaufen ist und dann passiert mir das: Ich habe mir und meinem Freund ´ne leichte Lebensmittelvergiftung verpasst! Mit frisch gekauftem Dosenmais, Mindesthaltbarkeitsdatum 2020 oder so und dennoch verdorben. Damit hatte ich nicht gerechnet, ihn verarbeitet und mich dann gewundert, weshalb das Essen so seltsam schmeckt. Tjoa als ich die Reste am nächsten Tag benutzen wollte, hab ich ein paar einzelne Körner probiert und festgestellt was der komische Geschmack war... Irgendwie schon ganz schön ironisch. Glücklicherweise hatten die Kinder nix von den maisverseuchten Pizzaschnecken und Gott sei Dank mache ich immer nur recht wenig Mais auf die Pizzaschnecken. Wer weiß ob wir sonst schon wieder fit wären 😣

Ganz ohne Bauchweh geht es also direkt los in die aktuelle - anfangs recht fleischlastige - Tafelzusammenfassung. 



Ein Großteil der Schokolade hat es gar nicht mit aufs Bild geschafft, die habe ich vorher schon bei Freunden abgegeben 😏 Behalten habe ich nur die Weihnachtskinderschokolade. Die wird nach und nach von den Kids (und dem Mann) vernascht. Den Kochschinken, den Fencheltee, die Orangen, die Bananen und etwas vom Joghurt habe ich wieder weiter gegeben. Der Fencheltee sollte eigentlich die Oma mitnehmen, sie hat ihn leider vergessen. Ich hoffe, ich finde noch jemanden der den mag, Fencheltee trinkt hier nämlich niemand 😐 

Schade finde ich, dass ich es wieder völlig verpeilt habe das Bananenbrot zu fotografieren. Die kleinen Mini-Bananen lagen nämlich und lagen und lagen - und kein Kind hat sich dafür interessiert. Kurzerhand flogen die am Dienstag in ein Bananenbrot und mit dem Brot im Gepäck ging es auf den Spielplatz. Hach war das schön, in der Sonne sitzen und Kuchen essen. Nur irgendwie war das so entspannt, dass ich nicht an ein Foto dachte. Nun ja, ihr könnt es Euch sicher dennoch vorstellen. Das Bananenbrot zeige ich ja regelmäßig mit Bildern, irgendwie gibt es das aktuell fast jede Woche. 

Natürlich fällt als erstes diese riesige Packung Hackfleisch auf. Nicht wundern ob des Aussehens - es war eingefroren. Damit konnte es auch noch verwendet werden, obwohl das Verbrauchsdatum bereits abgelaufen war. Ich habe es aufgetaut, noch etwas Hofladenhackfleisch dazu gegeben und wir haben 4 Tage davon gegessen. An Tag 1 habe ich mit dem Suppengemüse, den Tomaten und ein paar Zutaten aus dem Vorrat einen riesigen Topf Bolognese gekocht. Dafür habe ich ungefähr 2/3 des Hackfleisches verwendet. 

Das restliche Drittel wurde zu einem Hackbraten (der Mann im Haus war außer sich vor Freude), dazu gab es Kartoffelbrei und Erbsen-Möhren-Gemüse. 

Die restliche Bolognese hatte ich umgefüllt und in den Kühlschrank gestellt. An einem Tag hatte ich sie mit dünn geschnittenen Kartoffelscheiben im Ofen gebacken. Ordentlich Käse und etwas saure Sahne spielten auch noch mit. Leider waren die Kartoffeln noch nicht durch, als ich es aus dem Ofen holte. War also nur so semi-gut... 

Am letzten Tag hatte ich die Bolognese mit etwas Mais und Kidneybohnen gepimpt und in Tortillafladen gefüllt. Diese habe ich eingerollt, ordentlich Käse oben drauf gepackt und das Ganze im Ofen gebacken. Diese Variante war sehr sehr lecker - am nächsten Tag hab ich die kalten Reste einfach so gegessen 🙈




Mit Eierkuchen, Grießbrei und Waffeln bekomme ich meine Kinder immer! Dieses Mal waren es Eierkuchen. Allerdings wurden sie sehr skeptisch betrachtet - ich hatte statt Milch eine Schokoladen-Hafermilch benutzt und sie sahen dunkler aus als "normal". Nach dem ersten Probebissen wurden sie aber akzeptiert und ratzfatz vernichtet (und die Eier von der Tafel waren damit auch verarbeitet 😉). 

Besonders lecker fand ich in der letzten Woche diese Mini-Knödel mit Lauch-Pilz-Sauce inspiriert von "Was du nicht kennst". Meine Version dieses Rezepts wird voraussichtlich nächste Woche online gehen. 




Eine schöne Resteverwertung war diese mexikanisch angehauchte One-Pot-Pasta. Mit Zwiebeln und der restlichen Paprika aus der Tafeltüte, Tomaten (aus der Dose) und Kidneybohnen. Und zum Schluss habe ich noch den angefangenen Sahneschmelzkäse und eine halbe Packung saure Sahne drin versteckt. Hat richtig gut geschmeckt, aber so wirklich fotogen war es nicht. 

Total cool fand ich hingegen diesen Brotsalat, den ich auch sofort verbloggen musste. Eine richtig gute Idee um altbackenes Brot und Brötchen zu verarbeiten. Mit frischem Gemüse, Käse und leckeren Gewürzen kommt das nämlich großartig daher!



Das wars auch schon wieder mit der Tafeltüte. Ich gebe zu, dass ein oder andere aus der letzten Tafeltüte habe ich nicht verarbeitet bekommen. Ostern hat dazwischen gegrätscht und zum Brunch gab es einfach andere Sachen als das was der Kühlschrank noch so her gab 😉 Das wird dann voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen mit einfließen.

Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 4. April 2018

Brotsalat

Altbackenes Brot und trockene Brötchen hat sicher jeder von uns schon einmal gehabt. Die nun direkt zu essen würde den wenigsten von uns einfallen. Doch die Entsorgung in der Tonne wäre eine traurige Verschwendung von Ressourcen. Deshalb habe ich heute eine Idee abseits von Semmelbröseln für Euch um harte Brötchen noch zu verwenden. 


altes Brot, hier 3 Brötchen und ein Baguette ca. 1 Woche alt
1 Packung Kirschtomaten
1 Gurke
2 Zwiebeln
2 Kugeln Mozzarella
1 EL Basilikum (getrocknet)
1/2 TL Zucker
1/2 TL Salz und 1/4 TL Pfeffer
2 EL Olivenöl
1 TL Balsamicocreme

Die Brötchen/Baguette in kleine Würfel schneiden. Ausreichend Fett in einer großen Pfanne erhitzen (die Würfel nehmen gut Fett auf, ich hatte ca. 50 g Butter und etwas Bratöl und es hätte durchaus noch mehr sein können. Da Fett Geschmacksträger ist, müsst Ihr letztlich selbst wissen, wieviel Ihr drin haben möchtet). Die Brotwürfel bei mittlerer Hitze etwa 5-10 Minuten schön kross anbraten. 

Die Gurke schälen und in Würfel schneiden, die Tomaten waschen und vierteln, die Zwiebeln häuten und in feine Würfel schneiden. Alles in einer großen Schüssel miteinander vermischen. Den Mozzarella abtropfen lassen und ebenfalls würfeln. Mit dem Gemüse vermengen. Den Salat mit Öl, Balsamicocreme und den Gewürzen abschmecken. Kurz durchziehen lassen und dann mit den Brotwürfeln vermischen. 


Je länger der Salat steht, desto mehr Flüssigkeit nimmt das Brot auf. Es schmeckt am Anfang lecker, wenn das Brot noch schön kross ist, es schmeckt aber auch sehr gut eine Weile später, wenn die Salat-Flüssigkeit vom Brot aufgesaugt wurde. Da nix übrig geblieben ist, kann ich nicht sagen, wie lange man den Salat stehen lassen kann. 

Wichtig ist, dass Ihr Brot und Brötchen so lagert, dass sie wirklich trocknen können. Wenn die Sachen in einer Plastiktüte liegen, werden sie eher schimmeln als trocknen. Und verschimmeltes Brot gehört wirklich nur noch in den Abfall. 

An dieser Stelle übrigens auch noch mal der Hinweis: Trockenes Brot bitte AUF GAR KEINEN FALL an Enten und andere Wasservögel verfüttern. Das Brot quillt in den Bäuchen der Vögel auf. Außerdem enthalten Brot und Brötchen viel zu viel Salz für diese Tiere. Im schlimmsten Fall können Enten, Schwäne und Co. am Brot versterben. Und das wollen wir definitiv nicht! Hier gibts mehr Informationen zum Thema!
Donnerstag, 29. März 2018

Spaghetti-Frittata mit Tomaten

Bei uns gab es letztens Spaghetti Bolognese. Wie immer in letzter Zeit wurde ich direkt von allem zwischen 2 und 7 angemault, dass die Sauce eklig ist, der Hunger aber riesig *seufzt tief* . Nun ja, die Vorliebe meiner Kinder für nackte Nudeln ist mir durchaus bewusst und deshalb habe ich die ganze Packung Nudeln gekocht ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings war am Ende noch ca. die Hälfte der Spaghetti über, die Sauce aufgegessen und alle satt. Was macht man nun mit diesen zuviel gekochten Nudeln? Ich hatte total Lust auf Resteverwertung Deluxe: eine Frittata 💕 

Hierbei kann man gut alle möglichen Kühlschrankreste zusammenwerfen und es wird trotzdem lecker. Ich habe mich für eine italienische Linie entschieden und kombinierte die Spaghetti mit angedünsteten Zwiebeln, etwas älteren Tomaten, Oliven, einem Rest Cheddarkäse und Mozzarella. 


Für 4 Personen

300 g gekochte Nudeln vom Vortag (hier Spaghetti)
2 Zwiebeln
1 Packung Kirschtomaten (ca. 200 g)
2 EL Oliven (ohne Stein)
125 ml Milch
6 Eier
1 TL Basilikum (frisch, getrocknet oder TK)
1 Kugel Mozzarella
75 g anderen Käse z. B. Parmesan, Cheddar oder Gouda
Salz und Pfeffer

Die Zwiebeln häuten und in feine Würfel schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen, die Zwiebeln zugeben, eine großzügige Prise Zucker darüber geben und bei niedriger Temperatur glasig andünsten. 

Die Spaghetti grob zerkleinern (lässt sich hinterher leichter essen) und in eine Auflaufform geben. Die gedünsteten Zwiebeln dazu geben. Die Tomaten waschen, achteln und ebenfalls zu den Nudeln geben. Die Oliven und den Mozzarella abtropfen lassen, die Oliven klein hacken, den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und auch in die Auflaufform geben. Mit dem Basilikum bestreuen. 

Die Eier mit der Milch verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Dem Käse reiben und ebenfalls unter die Eiermilch schlagen. Die Milch-Mischung über die restlichen Zutaten gießen und alles mit einer Gabel grob verrühren. 

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad für etwa 30 Minuten backen lassen.



Ich persönlich bin ja kein großer Olivenfan, weshalb ich die recht klein geschnitten habe. So hab ich die kaum bemerkt. Wer Oliven mag, kann sie einfach halbieren und sich daran erfreuen, wenn er auf eine drauf beißt. 

Varianten sind bei diesem Gericht einige möglich - egal ob die Nudelsorte verändert wird, das zugegebene Gemüse oder die Käsesorten. Bedenken muss man allerdings, dass die Backzeit sich eventuell etwas verlängert, wenn man zu feuchtes Gemüse nimmt.