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Sonntag, 29. Januar 2017

Ein Dripcake zum Geburtstag

Zuerst einmal eine Warnung - voraussichtlich wird dieser Beitrag etwas länger, da er nicht nur aus einem Rezept besteht, sondern auch Anleitungen und Hinweise enthält was ich anders machen würde. Wer also keine Lust hat auf Lesen, der erfreut sich einfach an den Bildern, der Kuchen macht nämlich meiner Meinung nach optisch durchaus was her *g*.



Das Tochterkind hat also Geburtstag und wird drei. Sie wünschte sich ausdrücklich eine "Schlangentorte zzzz". Egal wie oft ich nachhakte, es blieb bei diesem Wunsch. Selbst die Verwirrungstaktik vom Papa "willst Du nicht lieber einen Baymaxkuchen?" überstand dieser Wunsch. In meinem Kopf plante ich also die Umsetzung. Der erste Gedanke war ein Kuchen in Form einer Schlange - allerdings mag ich diese hier *klick* nicht und bin für diese hier *klick* eindeutig nicht begabt genug. 

Bei Instagram stolperte ich dann über einen Dripcake im Polarmeerstil, mit Eisbergen und Pinguinen. Und von diesem Moment an sah ich einen Kuchen, innendrin im grünen Ombre-Look mit grünem Drip und Dschungelszene mit Schlangen oben drauf, in meinem Kopf. Tja und dann holte mich die Realität in Form einer Mittelohrentzündung und kranken Kindern ein... Besserung war nicht in Sicht, der Geburtstag rückte immer näher, ich kaufte bereits Gummitierschlangen für den Kuchen und als ich dann am Tag vor ihrem Geburtstag in die Küche ging um anzufangen, warf ich alles über den Haufen und plante um. 

Statt grünem Ombre, sollte es ein rosa Ombre werden, rosaner statt grünem Zuckerguss, und statt Dschungelszene ein Candycake mit Fruchtgummi. In meinem Kopf war der sofort fertig und ich machte mich ans Werk. Die Grundlage für den Kuchen machte die Anleitung von Tasty Sue und ihrem Regenbogenkuchen mit Drip.. 




Zuerst habe ich den Teig angerührt:

450 g Butter, zimmerwarm
450 g Zucker
8 Eier
450 g Mehl
1 Prise Salz
2 TL Backpulver

Zuerst die zimmerwarme Butter und den Zucker verrühren bis die Masse schön schaumig ist. Dann die Eier einzeln unterrühren, die Masse nach jedem Ei ungefähr 30-60 Sekunden rühren lassen. Das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver mischen und unterrühren. 



Damit steht der Grundteig. Der soll jetzt eingefärbt werden im Ombre-Look. Laut dem Ausgangsrezept soll pro Teigschicht ungefähr 280 g Teig eingefärbt werden. Ich habe deshalb meine Mathekenntnisse ausgegraben und fleißig gerechnet. 

Ich habe mir also 5 Schüsseln hingestellt und ungefärbten Teig hineingewogen - 50, 100, 150 , 200 und 250 g um genau zu sein. Den restlichen Teig habe ich dann mit Wilton Lebensmittelfarbe kräftig rosa gefärbt. Und dann wurden alle Schüsseln auf 280 g Teig aufgefüllt. Geholfen hat hier ein Zettel auf dem ich mir aufschrieb in welcher Reihenfolge ich die Schüsseln abgestellt habe und wie viel gefärbter und ungefärbter Teig drin war. 

Den Teig habe ich dann verrührt und in einer Reihe aufgestellt, damit ich nicht durcheinander komme und dann nacheinander abgebacken. Ich habe dafür meine 18er Springform genommen, original kommt ein auf 20 cm eingestellter Tortenring zum Einsatz. Es funktioniert beides. Mein Kuchen ging durch die kleinere Form etwas mehr in die Höhe, allerdings hat man noch die Möglichkeit oben etwas gebackenen Kuchen abzunehmen, damit das ombre schöner zur Geltung kommt. Ich denke, dass muss jeder machen, wie es ihm besser gefällt. 

Bei 180°C Ober-/Unterhitze alle Böden nacheinander für ca. 15 Minuten backen lassen. Zur Seite stellen und vollständig auskühlen lassen. 



Als Füllung und für außen herum sollte es wie im Original das Frischkäsefrosting sein. Allerdings war die im Rezept angegebene Menge für mich zu wenig, deshalb hab ich etwas mehr gemacht. Die Zitrone habe ich weggelassen, weil ich keine da hatte. Geschmacklich ist das aber bestimmt fein. 

150 g Puderzucker (hier 250 g)
150 g Butter zimmerwarm (hier 250 g)
350 g Frischkäse Doppelrahmstufe (hier 580 g)
optional Saft von 1 Zitrone

Die Butter mit dem Puderzucker schaumig verrühren, das dauert eine Weile. Danach den Frischkäse zugeben, kurz verrühren und fertig ist das Frosting. Sobald der Frischkäse drin ist nur noch kurz schlagen, da das Frosting sonst zu weich wird. 

Nun gehts ans stapeln. Den dunkelsten Boden nach unten, dann Frosting drauf, glatt streichen und den nächsthelleren Boden darüber. Es ist wichtig, sich ein System zu überlegen, wie man sie nicht durcheinander bringt. Ich hatte sie beispielsweise mit dem Backpapier in einer Reihe auf dem Boden liegen und habe Kindern und Katze in der Zeit den Zutritt zur Küche verwehrt ;) 



Wenn alle Böden aufgestapelt sind, wird noch außen eingestrichen. Ich fand den Tipp hilfreich erst eine dünne Schicht drumherum zu machen um die Krümel "einzusammeln", den Kuchen für 20 Minuten in den Kühlschrank zu stellen und dann noch einmal dicker einzustreichen. Das hat bei mir sehr gut funktioniert. Außerdem habe ich den Kuchen innen mit 2 Bambusstäben fixiert, damit er nicht auseinander rutscht. 



Nun kam das wichtigste - der Drip. Bei den meisten Rezepten im Netz wurde eine Ganache verwendet, also Schokolade als Grundlage genommen. Da ich persönlich kein großer Schokoladenfan bin - erst recht nicht von weißer - habe ich mir überlegt, einen stinknormalen Zuckerguss zu machen, aber halt einen richtig dicken. Außerdem sollte noch etwas Kokosfett dazu für den Glanz.

250 g Puderzucker
75 g Kokosfett
Wasser nach Bedarf
optional etwas Zitronensaft

Den Puderzucker in eine Schüssel sieben. Das Kokosfett schmelzen und unterrühren. Nun Wasser und/oder Zitronensaft zugeben bis eine zähflüssige Konsistenz erreicht ist. Den Guss auf den Kuchen geben und zuschauen wie er langsam über die Kanten läuft. Falls es sich nur sammelt aber nicht "überläuft" mit einer Gabel oder einem Holzspieß nachhelfen. Evtl. Glitzer oder Zuckerstreusel darüber geben, solange der Guss noch weich ist.



Den Kuchen mit Guss stellte ich nun über Nacht in den Kühlschrank, damit er sich setzen und fest werden konnte. Am nächsten Tag verzierte ich den Kuchen noch. Mit einem fix angerührten Zuckerguss klebte ich unten eine Runde Gummibärchen an. Außerdem kamen 3 Lollis statt Kerzen zum Einsatz und natürlich verteilte ich jede Menge Gummischlangen auf und um den Kuchen. Dazu noch einige Gummibärchen und der Kuchen war fertig. Ich finde gerade von oben ist er eine wahre Augenweide. Und dem Mittelmädchen hat er sehr gut gefallen. Tja und was das Beste war - geschmeckt hat er auch noch ;) 




Freitag, 27. Januar 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Januar 2?

Ach Mensch - da hatte ich mir so einen tollen Plan überlegt, was ich aus der letzten Tafeltüte alles basteln kann und dann hats mich total ausgeknockt... Erst Magen-Darm von Sonntag bis etwa Dienstag und dann ging es nahtlos über in eine Mittelohrentzündung. Auf Kochen, Backen und Essen hatte ich also irgendwie gar keine Lust. Wir lebten von Nudeln, Fast Food und Brot... Mittlerweile bin ich endlich auf dem Weg der Besserung und musste leider ein paar Dinge entsorgen, weil sie zu lange liegen geblieben sind. Das macht mich sehr traurig, aber ändern kann ich es nicht. 



Wie immer war es eine bunte Mischung. Abgegeben habe ich dieses Mal die Fix-Tüten, die Putenkeule, einen Teil vom Joghurt, einen Großteil der Wurst, die Lebkuchen und die Zimtsterne sowie einen Teil vom Obst (Bananen, Mandarinen, Äpfel). 

Die Familie freute sich sehr über die Joghurts mit der Ecke, es handelte sich hier nämlich um die Lieblingssorte vom Mini - Bananenjoghurt mit Schokoflakes. Die waren innerhalb von 2 Tagen leer, obwohl ich 8 Stück im Beutel hatte... Genauso die Schokoküsse, die Kinder und ich lieben sie nämlich ;) . Die Zimtrollen hatte ich mir leckerer vorgestellt, eine Tüte habe ich leer gegessen, die zweite liegt hier noch. Das Schokomüsli von Alnatura ist fast leer, das schmeckt meinem Freund nämlich sehr gut. Der Eisbergsalat hat sich glücklicherweise im Kühlschrank gut gehalten, den habe ich im Frühstückssalat für meinen Freund verarbeitet. Aus einem Teil des Joghurts habe ich ein Joghurtdressing für den Salat gemacht, leider habe ich es nicht fotografiert, obwohl es gut ankam. Das muss ich noch nachholen. 

Die Forellenfilets habe ich sicherheitshalber entsorgt, nach der Woche krank hatte ich einfach die Sorge, dass sie nicht mehr gut sind. Eine Fisch-Lebensmittelvergiftung wollte ich nicht riskieren..


Am Freitag Abend hatten wir Brötchentag gemacht. Brot und Brötchen aus der Tafeltüte fotografiere ich ja nicht mehr mit, sie machen allerdings immer ca. 1 von 3 Tüten aus. Meist gebe ich sie komplett weg, dieses Mal haben wir allerdings welche behalten, weil wir soviel Aufschnitt im Haus hatten. Nass machen, bei 200 Grad ca. 5-7 Minuten im Ofen aufbacken und die sind wie neu. Irgendwie gruselig.

Aus den Knochen habe ich abends direkt eine Brühe angesetzt, damit sie nicht schlecht werden. Bei Frischfleisch bin ich da vorsichtig... Am nächsten Tag kamen dann nur noch Nudeln und Gemüse dazu und fertig war das Abendessen. Abgepopelt habe ich das Fleisch von den Knochen übrigens nicht, ich glaube sonst hätte mein Freund die Suppe nicht gegessen.




Nach der Suppe habe ich erstmal 5 Tage gar nicht gekocht. Das erste Gericht "danach" war Rosenkohl aus dem Ofen, aber der war selbst gekauft und nicht von der Tafel. Danach hatten wir das Bananen-Hähnchen-Curry mit der Paprika die schon arg schrumpelig aussah, Bananen die besser 2-3 Tage früher verbraucht worden wären, Soja-Hähnchen was sich noch im Kühlschrank fand und Kokosraspeln was echt doof war von mir. Mag ich doch nicht. 

Im Geburtstagskuchen vom Tochterkind sind fast alle Eier von der Tafel drin gelandet. 8 von 10 um genau zu sein. Eier schlage ich übrigens grundsätzlich einzeln in eine Schüssel, rieche dran und verwende sie nur, wenn sie noch ok sind. 



Mit einem der Hefepäckchen von der Tafel habe ich übrigens das Brot angesetzt, welches es zum Abendessen am Geburtstag gab (5 Päckchen habe ich übrigens eingefroren, weil das doch etwas viel Hefe auf einmal war). Dazu gab es den Frühlingszwiebel-Frischkäse-Dip. Und ja, auf frischem Brot schmeckt der Dip auch wahnsinnig gut :) 




Sohnemann hatte sich diese Woche "heißes Brot" gewünscht. Normalerweise meint er damit getoastetes Brot, aber diesmal bestand er auf dem Sandwichmaker. Und weil der dann draußen stand, gab es zum Abendbrot Käse-Salami-Toasts. Der Käse war aus der Tafeltüte und schmeckte super.

Auf Grießbrei hatte ich schon eine Weile wieder Lust. Und da der Liter Weidemilch irgendwie völlig ignoriert wurde zum pur trinken, habe ich ihn letztlich zu Grießbrei veredelt. Mit ein wenig von meiner Mandarinen-Vanille-Marmelade war das ein wahrer Gaumenschmaus. Mehr als eine Schüssel habe ich aber nicht abbekommen, die Kids lieben Grießbrei nämlich auch...




Mögt Ihr eigentlich Zwiebelkuchen? Also ich liebe den ja total, allerdings hab ich nie Lust einen Mürbeteig dafür anzusetzen und eine halbe Stunde zu warten... Also gab es diese Woche eine faule Version mit einer Packung Pizzateig aus der Tafeltüte. Den Pizzateig mag ich eh nicht in "normaler" Verwendung - für Pizza und Pizzaschnecken ist der mir einfach zu dünn. Die Version Zwiebelkuchen war allerdings sehr genial, das Rezept kommt voraussichtlich nächste Woche online. 




Den fertigen Kloßteig habe ich zu Mini-Klößen verarbeitet und zu Rotkohl-Hack-Pfanne gereicht. Den Rotkohl hatte ich nämlich schon vor einer Weile im Angebot gekauft und der sah schon arg traurig aus. Und da ich noch Hack eingefroren hatte, bot sich das Essen durchaus an. Mein Freund war nicht ganz so begeistert, es war nämlich wieder sehr scharf *g*.

Inspiriert von türkischen Manti mit Joghurtsauce gab es bei uns Käse-gefüllte Tortellini die noch im Kühlschrank lagen mit Knoblauchjoghurt und etwas geschmolzener Butter. Also eigentlich Kalorien pur, absolute Antidiät aber so mega lecker!



Und als letztes habe ich heute noch etwas süßes, nämlich Apfel-Müsli-Muffins. Das Rezept habe ich bei Sugarprincess gesehen und mich sofort verliebt. Müsli habe ich nämlich ohne Ende hier stehen, weil das kaum gegessen wird und ich regelmäßig von der Tafel Nachschub bekomme... Äpfel hatte ich für die Kids gekauft und irgendwie waren die vorm Kauf interessanter als danach. Und die letzten beiden Eier von der Tafel sind auch noch drin gelandet. Eigentlich sind die Muffins für die Kollegen von meinem Freund, aber ich erzähle einfach nicht, dass ich vorher schon 3 weggemampft habe. Die sind nämlich echt lecker :)



Es tut mir leid, dass ich dieses Mal soviel übers Krank-sein geschrieben habe. Mittlerweile sind wir alle wieder so gut wie gesund. Es wird also beim nächsten Mal wieder besser werden *g*. 

Flashback: Das erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Donnerstag, 19. Januar 2017

Alles neu in 2017

Ich muss sicherlich nicht groß drauf hinweisen - hier ist einiges anders seit gestern :) Wie kam es dazu? 

Im November hatte eine meiner Bloggerfreunde den Aufruf von der FB-Seite von Frau Zauberstift geteilt, dass sie Tester für Blogspot-Templates sucht. Ab 2017 möchte sie diese in ihrem Etsy-Shop verkaufen und vorher wollte sie ausprobieren, wie das alles klappt. Ohne große Hoffnung bewarb ich mich auf einen der Testerplätze, mein zusammengewürfeltes, weil völlig ahnungsloses geht mir schon seit ewig auf den Keks ^^. Als die Antwort kam, dass ich einer der ausgewählten Tester bin - insgesamt sind es 5 aus 60 (!!) Bewerbungen -  bin ich eine Runde durch die Wohnung getanzt!

Als Quasi-Rundumschlag bot sie an, gleichzeitig ein Logo zu entwickeln, zu einem günstigeren Preis als normal. Von einem Logo träume ich auch seit mittlerweile 2 Jahren und hatte einfach keine Idee, wie man das umsetzen könnte. Wir tauschten also ungefähre Vorstellungen und wichtige Eckpunkte aus und dann hieß es warten. 

Die ersten Logoentwürfe bekam ich dann vor ca. einer Woche. 2 Tage dachte ich darüber nach, was mir an den Entwürfen gefiel und was nicht und plötzlich kam die Eingebung: Recycling-Pfeile!! Und dazu der Text "Günstiger Genuss, gutes Gewissen" den ich mir schon vor einer ganzen Weile als durchaus passend überlegt hatte. Conny setzte die Änderungen sofort um und jetzt hab ich ein Logo das zu mir passt und mit dem ich mich identifizieren kann. Ich freue mich so sehr darüber!
Das Template für den Blog haben wir dann gestern eingebaut. Ich bekam eine Vorlage und eine Anleitung wie ich das einzubauen hatte. Die Erklärung war fantastisch, einfach ein Punkt nach dem anderen abarbeiten und schon sah die Seite aus wie neu. An einigen Punkten hakte es zwar noch, aber das berichtigten wir dann abends gemeinsam - genau dafür sind Tester ja da nicht? :)

Und jetzt ist mein Blog klar, hell, einheitlich, schick und überhaupt einfach schön anzusehen! In den meisten Beiträgen ist momentan noch ein bißchen Chaos. Dadurch dass jetzt eine andere Schriftart in den Beiträgen ist, hat sich die Formatierung nämlich verschoben. Ich hoffe Ihr seht mir das nach, darum werde ich mich nach und nach kümmern. 

Abschließend einfach nochmal ein dickes Danke an Conny (Frau Zauberstift). Ich war sehr sehr gerne Deine Testerin. 


Und was sagt Ihr zum neuen Design? 
Dienstag, 17. Januar 2017

Mandarinen-Vanille-Marmelade

Heute habe ich ein Novum für Euch, es wird ein Rezept für Marmelade geben. Eigentlich bin ich ja prädistiniert für Einmachen und Einkochen jeglicher Art, schließlich muss vieles von dem was ich bekomme schnellstmöglich weg und man kann gar nicht soviel auf einmal essen. Allerdings habe ich seit mein erster Versuch "Geschenke aus der Küche" grandios gescheitert ist, Abstand davon genommen irgendwem außerhalb der Familie etwas von meinen selbst gemachten Sachen abzugeben oder Rezepte dazu zu teilen. Vielleicht wird ja 2017 mein Jahr in der Hinsicht ^^ Ich mache einen vorsichtigen Anfang und erzähle Euch von meiner Mandarinen-Vanille-Marmelade.

Diese Marmelade habe ich bereits zum zweiten Mal gekocht. Bereits im letzten Jahr habe ich die winterliche Mandarinen-Flut von der Tafel auf diese Art bekämpft und war überrascht wie lecker die Kombination ist. Normalerweise esse ich wirklich wenig Marmelade, aber diese hier habe ich quasi inhaliert und als sie leer war, bin ich sehr traurig gewesen. Wenn sie nicht so aufwändig wäre, würde ich mir einen größeren Vorrat anlegen. So bleibt mir nur die Freude über meine 3 Gläschen und die Vorfreude auf nächstes Jahr.





2 kg Mandarinen
ca. 500 g Gelierzucker 2:1

eine Menge Geduld
ein scharfes Messer


etwa 4 Gläser á 400 ml Fassungsvermögen

Die Mandarinen zu Filets verarbeiten und den Saft ausdrücken. Beides in einem Gefäß sammeln.

Dieser Schritt klingt so einfach, ist aber das nervige an der Herstellung der Marmelade. Ich hatte kurz vorher gelernt, wie man Orangenfilets macht und es ist deutlich leichter als gedacht (hier erklärt von mir in einem Video). Mandarinenfilets macht man grundsätzlich genauso, aber weil sie kleiner sind, dauert es natürlich deutlich länger. Auch habe ich an der ersten Stelle immer geschaut, ob es lohnt Filets zu schneiden. Manche Mandarinen sind zu weich dafür, die habe ich einfach so ausgepresst. Wichtig ist es, keine weißen Häutchen mit in der Filet-/Saft-Mischung zu haben, weil diese die Marmelade bitter machen. 

Die Mandarinenfilets-/Saft-Mischung abwiegen, bei mir war es ca. 1 kg (970 g). Auf 1 kg Ausgangsfrucht gehören 500 g Gelierzucker, deshalb habe ich das gesamte Päckchen genommen. Wenn Ihr mehr Frucht-Saft-Mischung herausbekommt als ich, dann benötigt Ihr natürlich auch mehr Gelierzucker, bei weniger entsprechend weniger. 

Den Gelierzucker zu der Frucht-Saft-Mischung geben. 2 Vanilleschoten halbieren, das Mark auskratzen und zu der Mischung geben, die Schoten ebenfalls dazu geben. Alles zusammen 3-4 Stunden ziehen lassen. 

Nun alles aufkochen und etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Wenn die Gelierprobe positiv ist (also ein Klecks der Marmelade auf einem eisgekühlten Teller fest wird), die Vanilleschoten entfernen und die Marmelade in saubere, heiß ausgespülte Gläser füllen. Für 5 Minuten auf den Kopf drehen, dann zurück drehen und fertig abkühlen lassen. 



So und jetzt betone ich nochmal - es ist wirklich viel Aufwand, aber es LOHNT SICH! Also probiert es aus. Und stellt Euch diese leckere Marmelade auf einem warmen Croissant oder einem frischem Brötchen vor *träum*...
Freitag, 13. Januar 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Januar 1?

Neues Jahr, neue Tafeltüte oder so. Ich wünsche zuerst einmal ein frohes neues Jahr und hoffe, dass Ihr alle gut gestartet seid! Auch 2017 werde ich regelmäßig die Tafelzusammenfassungen schreiben und zeigen, was ich aus den einzelnen Sachen gemacht habe. An dieser Stelle direkt die Frage: Ist die Zusammenfassung für Euch so in Ordnung wie sie ist, oder wünscht Ihr Euch manches ausführlicher/weniger ausführlich, mehr Informationen oder sonstige Änderungen? Ich freue mich sehr, wenn Ihr einen Kommentar hinterlasst ob alles so schick ist, wie ich es momentan schreibe oder manches eine "Auffrischung" vertragen könnte :)

Nun aber zur Tafeltüte:



Diesmal gab es sehr viel Joghurt und Wurst, etwas weniger Obst und Gemüse und Weihnachtssüßkram (mal sehen obs den wieder bis Ostern gibt ^^). 

Den Großteil des Joghurts habe ich weggegeben. Ich esse relativ wenig Joghurt, die Sorten waren nicht so meins, für die Kinder gar nichts und mein Freund isst noch weniger Joghurt als ich. Ebenfalls weggegangen ist der Großteil der Wurst und die Lebkuchen. Die Pfefferbeißer und Mettenden wollte ich eigentlich in einem Eintopf verarbeiten, allerdings hat Sohnemann festgestellt, dass ihm die gut schmecken. Waren also keine mehr da für Eintopf...


Einen Teil der Frühlingszwiebeln habe ich für die Forellencreme genommen. Sie sind zwar grundsätzlich nur Deko, aber man isst sie natürlich mit, wir wollen jaq nix verkommen lassen Und das Forellenfilet gab es 50 % reduziert, wegen nahendem MHD... Ebenso den Frischkäse. Dabei war beides noch top!

Joghurt und Eier aus der Tüte durften mit Limette zu diesen wundervollen Joghurtwaffeln werden. Das Rezept ist zwar von Weightwatchers, aber ich hab die Margarine durch Butter und den Magerjoghurt durch 10%igen Sahnejoghurt ersetzt. Wirklich diättauglich ist das ganze also nicht mehr *g*. Aber es schmeckt natürlich viel besser.



Diese Kombination aus Schwarzwurzel, Champignons und Tomate war zwar lecker, aber nicht wirklich fotogen. Ich hab mein bestes getan... Dafür hat es deutlich besser geschmeckt, als es ausgesehen hat. Man muss dafür aber Schwarzwurzeln wirklich mögen. 

Deutlich fotogener war da der Schokoladen-Bananen-Kuchen. Falls Ihr mal Bananen über habt und nicht wisst wohin damit BACKT UNBEDINGT DIESEN KUCHEN!! Alte Weihnachtsschokolade alternativ Osterschokolade kann man auch super drin verstecken. Und er schmeckt so verdammt gut. Dieser Kuchen ist ganz eindeutig meine liebste Verwertung für olle Bananen. 




Ein bißchen dunkel geworden ist dieses Jahr mein Dreikönigskuchen. Aber die Synchronbackaktion auf Instagram hat total Spaß gemacht! Nächstes Jahr sage ich früher Bescheid, diesmal war es wirklich sehr kurzfristig. Und der 6.1. ist nächstes Jahr ein Samstag, arbeiten zählt also als Ausrede nicht ;). 
Die Tafeleier waren damit aufgebraucht. Als nächstes kümmerte ich mich um den Kohl. Und den Lauch. Und ein paar Möhren!! Es gab eine mega leckere Kohl-Gemüse-Pfanne mit Créme Fraîche. Das Rezept muss ich mir irgendwo aufschreiben, damit ich es noch verbloggen kann. Oder einfach für mich nochmal kochen! 






Die zweite Hälfte vom Weißkohl landete mit rotem Reis aus dem Vorrat, Möhren und schrumpeliger Paprika in diesem Reistopf. Von der grundsätzlichen Zubereitung erinnert er an den veganen Reistopf, eigentlich ist nur das Gemüse ein bißchen anders. Geschmeckt hat es aber auch in dieser Version. 

Die angesammelten Mandarinen habe ich durch eine Kiste Angebotsmandarinen aufgestockt und meine Lieblingsmarmelade gekocht: Mandarine-Vanille. Die ist unglaublich gut, aber leider recht aufwändig. Das Rezept steht definitiv auf meiner Blogliste, dann könnt Ihr Euch selbst überzeugen ... Aber die Arbeit lohnt sich!




Was noch so an Gemüse da war, landete in diesem Ofengemüse. Eine bunte Mischung aus Kartoffeln, Kürbis, Aubergine, Topinampur, Tomaten, Paprika und Fetakäse. Die Kartoffeln waren leider noch nicht ganz durch, aber länger konnte es nicht drin bleiben, weil die ersten Sachen begannen zu verbrennen. Also beim nächsten Mal die Kartoffeln weglassen oder kleiner schneiden. 

Dazu hatten wir einen Frühlingszwiebel-Frischkäse-Dip. Ich hatte erst überlegt die Frühlingszwiebeln mit aufs Blech zu packen, mich dann aber dafür entschieden, sie lieber in den Dip zu packen. Der war dann überraschend so dermaßen lecker, dass ich ihn sofort verbloggen musste. Normalerweise weiß ich gar nicht wohin mit den ganzen Frühlingszwiebeln, die ich von der Tafel bekomme. Jetzt freue ich mich auf das nächste Bund!



Und zum Schluss noch ein Beitrag für das TeamKäse: Kartoffeln und Möhren + Weißwein + Sahne + Fonduekäse der noch im Kühlschrank rum lag aus einer vorherigen Tafeltüte = dieses käselastige Abendessen:



War auf jeden Fall wieder grundsätzlich sehr lecker in den letzten zwei Wochen. Mal schauen was die nächsten zwei Wochen so bringen. Welche Rezepte wollt Ihr schnellstmöglich im Blog sehen? Dann verhandel ich mal mit den Kids, dass ich Blogzeit brauche *g*

Flashback: Das erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Dienstag, 10. Januar 2017

Frühlingszwiebel-Frischkäse-Dip

Gestern Abend gab es bei uns Ofengemüse. Dazu mache ich uns gern einen Dip aus Quark. Allerdings hatte ich gestern keinen mehr im Haus! Im Kühlschrank fand sich noch saure Sahne, Schlagsahne, Frischkäse und Joghurt. Auf einen Joghurtdip hatte ich keine Lust, aber mit Frischkäse habe ich ja bei der Forellencreme schon ein unglaublich leckeres Ergebnis bekommen. Also warum nicht damit noch etwas  experimentieren? Von der Tafel hatte ich noch Frühlingszwiebeln liegen, die sollten auch mit hinein. 



Für 1 Müslischale voll Dip:

200 g Frischkäse natur (Doppelrahmstufe)
100 ml Sahne
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer, Chilipulver



Den Frischkäse mit der Sahne vorsichtig verrühren, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Mit Salz, Pfeffer und wenig Chili würzen. 



Das ist wirklich wenig Aufwand, aber ein sooo leckeres Ergebnis! Ich muss unbedingt weiter mit Frischkäsevariationen herum experimentieren. 

Der Dip hat das Ofengemüse wahrlich veredelt. Es ist nichts übergeblieben. Dabei hätte ich ihn wirklich gern noch auf Brot oder zu Kartoffeln ausprobiert. Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig, ich muss uns neuen machen. Beim nächsten Mal vielleicht mit Paprikagewürz oder Curry oder oder oder ... :) 



Sonntag, 1. Januar 2017

Das virtuelle Wochenbett - Zitronen-Blaubeer-Kastenkuchen

Hallo da draußen!

Heute übernehme ich hier mal kurzfristig das Ruder :) Henriette ist anderweitig beschäftigt und hat sich kurzerhand ein paar Leute eingeladen, die ein bisschen so auf ihren Blog aufpassen sollen... keine Ahnung warum sie mir da ausgerechnet vertraut, aber ok :P

Wer mich nicht kennt (werden wohl einige sein) - ich bin der Marc und blogge da hinten umme Ecke auf baketotheroots.de - wer mag darf gerne mal vorbeischauen. Beisse nicht, oder nur selten.

Als Henriette gefragt hatte, ob ich nicht was für sie bloggen möchte, musste ich kurzzeitig überlegen, was ich machen könnte - ist schon ein Weilchen her. Es gab noch überall frische Beeren, also hab ich zu ein paar Blaubeeren gegriffen. Jetzt ist ja nicht mehr wirklich Beerenzeit, aber diese kleinen blauen Kollegen machen sich ja auch gut in Gefriertruhen und können von da aus ohne Probleme für diesen Kastenkuchen verwendet werden. Das ganze Jahr über ;)

Jetzt aber mal los - genug gequatscht. Hier das Rezept.


Zutaten:

Für den Kuchen:
325g Mehl (Type 405)
60g Speisestärke
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
180ml Milch
60ml Zitronensaft
230g weiche Butter
450g Zucker
Abrieb von 2 Zitronen
5 Eier
2 TL Vanille Extrakt
100g frische Blaubeeren

Für die Glasur:

100g Puderzucker
1 TL Zitronensaft
1-2 TL Sahne

Zubereitung:

1. Den Ofen auf 190°C vorheizen. Eine 30 x 12 cm Kastenform einfetten und mit Mehl ausstäuben. Das Mehl mit Stärke, Backpulver, Natron und Salz vermischen und zur Seite stellen. Die Milch mit dem Zitronensaft verrühren und 5 Minuten stehen lassen, bis sie andickt.

2. Die Butter zusammen mit dem Zucker in eine große Schüssel geben und auf höchster Stufe aufschlagen, bis alles gut verbunden und luftig ist.
Den Zitronenabrieb zugeben und unterrühren.
Die Eier einzeln zugeben und jeweils gut unterrühren. Vanille Extrakt zugeben und unterrühren. Das Mehl in mehreren Portionen, abwechselnd mit der Milchmischung zur Schüssel dazugeben und jeweils nur kurz unterrühren. Die gewaschenen Blaubeeren kurz in etwas Mehl schwenken und dann vorsichtig unter den Teig heben. Alles in die Kastenform füllen, glattstreichen und für 50-65 Minuten backen. Mit einem Holzspieß testen, ob noch Teig kleben bleibt und erst herausnehmen, wenn dieser sauber herauskommt. Den Kuchen für 10-15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herauslösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

3. Für die Glasur den Puderzucker mit Zitronensaft vermischen und dann je nach Konsistenz Sahne zugeben und unterrühren. Den Kuchen glasieren und trocknen lassen. 



Lieber Marc, natürlich hab ich Dich gefragt, weil es meinen Blog absolut veredelt, wenn Herr-bester-Backblog einen Gastbeitrag bei mir veröffentlicht :) Ich freue mich sehr, dass Du dabei bist und hatte ich eigentlich mal erwähnt, dass mein Freund total auf Zitronenkuchen steht? Deshalb doppelt Dank für dieses schöne Rezept!

Das war übrigens der letzte Beitrag für das virtuelle Wochenbett, ab jetzt muss ich den Blog wieder alleine füllen. Hab ich gleich einen guten Vorsatz für das neue Jahr ;)