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Samstag, 29. November 2014

Marokkanischer Schmortopf

""Heute fährt die 18 bis nach Istanbul, Istanbul, Istanbul!. Wir packen lecker Kölsch ein und den Liegestuhl. Komm wir fahren bis nach Istanbul!" *tanz, sing, party*

Fragt Ihr Euch grade was hier los ist? Einer meiner Lieblingsblogs feiert 1-jähriges Bestehen. Die gute Sibel von Insane in the Kitchen hat anlässlich dieses Ehrentages ein Blogevent ins Leben gerufen und möchte einen Sultan verköstigen. Ja und bei Geburtstag, Party und Sultan hats bei mir ausgesetzt und seitdem singe ich halt das Lied T_T 

Glücklicherweise läuft mein Gehirn trotz Partymodus noch mit Notstrom nebenher. Und deshalb kam ich auf die Idee anlässlich dieser Riesenparty einen orientalischen Gemüseschmortopf mit Hackbällchen zu machen. Völlig begeistert von meiner Idee machte ich mich an die Umsetzung, fotografierte - und lagerte erst mal nach hinten aus (es ist ja noch soooo viel Zeit). 

Je näher aber das Monatsende (und damit "Einsendeschluss") kam, desto mehr Gerichte sah ich, die dem Sultan anlässlich seines Jubiläums kredenzt wurden. Von Baklava, Falaffelwaffeln, Israelischem Ofengemüse und ähnlich leckeren Sachen las ich da - und je mehr ich las, desto blöder fand ich meine Idee.

Deshalb habe ich mich gestern noch einmal rangetraut und einen marokkanischen Schmortopf gemacht - mit deutscher Note ;)


Für 4 Personen:

4 Hähnchenbrustfilets
1 Kohlrübe
1 Bund Möhren
100 g getrocknete Aprikosen
2 Zwiebeln
1 3-4 cm großes Stück Ingwer
1 EL orientalische Gewürzmischung, 
z. B. Ras El Hanout oder Tajine Marrakesch
600 ml Brühe

20 g Mandelblättchen
Reis oder Couscous n. B.


Freitag, 28. November 2014

Warmer Chinakohlsalat mit Baguettecroutons

Was für eine Herausforderung vor die der gute Björn von Herzfutter mich (und andere) da gestellt hat. Für sein aktuelles Event sucht er nämlich nach Rezepten mit Baguettes von Meggle. Direkt im Kopf hatte ich die Kombination Knoblauchbaguette mit Tomate und Zwiebel, allerdings hat so etwas schon jemand eingereicht T_T Also musste was anderes her. Da ich gerade noch einiges an Gemüse aus der Speisekammer liegen habe - diese Woche hatte meine Freundin so "grauenvolle" Sachen wie Rosenkohl, Chinakohl und Kohlrübe dabei, das isst sie ja nicht, deshalb landet das bei mir - habe ich überlegt was am besten zu Brot passt. Heraus kam die Idee eines Salates, das Dressing habe ich von hier, der Rest ist frei Schnauze entstanden:


Für 4 Personen:


1 Chinakohl
2 Zwiebeln
2 EL Zucker
6 EL Öl
2 EL Balsamicoessig (hell)
2 Knoblauchzehen
1 EL Sojasauce
1 TL scharfer Senf
Salz & Pfeffer
3 Baguettes Kräuter oder Knoblauch




Mittwoch, 26. November 2014

Schneeflocken (Weihnachtsbäckerei)

Die ersten Weihnachtsplätzchen dieses Jahr kommen recht früh für meine Verhältnisse, aber wer weiß wann ich wieder die Zeit zum Backen finde ... Das Rezept ist aus meinem Lieblings-Weihnachtsbackbuch von GU. Bei diesen Plätzchen habe ich übrigens die Butter durch Sojola ersetzt. Der Grund dafür ist Brandnooz, ich habe nämlich recht günstig die Backbox (die ich eigentlich nicht haben wollte, weil mich die letzte so enttäuscht hat) gekauft und darin waren 2 Packungen Sojola Margarine. Ich esse auf Brot weder Butter noch Margarine und kenne auch nicht soviele Leute die Butter/Margarine in diesen Mengen brauchen. Deshalb versuche ich die in der Weihnachtsbäckerei zu verbacken. 

1 Ei
200 g Mehl
1 Prise Salz
1 EL Orangen- oder Zitronensaft
100 g Sojola oder Butter
50 g Puderzucker


Zuckerguss 

oder

Royal Icing aus dem überbleibenden Eiweiß und 100 g Puderzucker





Dienstag, 25. November 2014

Apfel-Cranberry-Waffeln

Bei USA kulinarisch läuft aktuell eine Blogparade zum Thema Cranberries. Wer hier öfter mit liest, weiß das ich die nicht mag! So überhaupt nicht. Allerdings habe ich letztens eine Reportage zum dem Thema gesehen. Wusstet Ihr, dass die oftmals "umgefruchtet" werden? Also der saure Geschmack raus, Kirsch-, Banane- oder sonstwas für ein Aroma drauf und dann landet das in "Lebensmitteln"? Ich gehe also davon aus, dass ich oftmals Cranberries esse und denke sie sind was anderes... Deshalb geb ich den Cranberries jetzt noch einmal eine Chance - allerdings nicht allein, sondern mit Apfel (Vorsicht ist schließlich die Mutter der Porzellankiste^^). 


Für ungefähr 7 Waffeln:

300 g Joghurt
2 Eier
100 g Zucker
1 TL Backpulver
250 g Mehl
1 Apfel (etwa 100 g geschält)
60 g getrocknete Cranberries

Öl oder Butter zum fetten des 
Waffeleisens

Marmelade und/oder Puderzucker



Den Joghurt mit den Eiern und dem Zucker gut verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und nach und nach unterrühren. 

Den Apfel schälen und klein reiben, die Cranberries klein schneiden (alternativ kann man es auch grob häckseln). Die Apfel-Cranberry-Masse unter den Teig rühren. Es kann sein, dass der Teig etwas zu fest ist, dann einfach noch etwas Milch nach Bedarf unterrühren. 

Ein Waffeleisen erhitzen, mit Öl oder Butter einfetten und den Teig ausbacken. Mit Puderzucker und/oder Marmelade servieren. 



Die Waffeln sind zwar nicht wirklich knusprig geworden sondern eher saftig, aber mir haben sie so gut geschmeckt, dass ich sie direkt in 4 Tagen zweimal gemacht habe. Einmal mit einer Freundin zum Kaffee trinken und dann nochmal für die Familie als Mittagessen. Quasi universal einsetzbar ^^ Mal sehen ob die Cranberries es in Zukunft doch noch (öfter) auf den Speiseplan schaffen :)




Donnerstag, 20. November 2014

Eat & Style Berlin - Bloggerrundgang

Zum ersten Mal fand dieses Wochenende (14.11.-16.11.2014) die aus anderen Großstädten bereits bekannte Eat & Style in Berlin statt. Seit Freitag waren die Hallen geöffnet, viele Veranstaltungen waren angekündigt, aber erst als Cathrin von Tidbits mit Presseakkreditierung, Bloggerrundgang und damit verbundenen Geheimtipps lockte, überzeugte ich meinen Freund das wir dieses Wochenende unbedingt in Berlin verbringen müssen. Samstag reisten wir an und verbrachten einen chilligen Tag in Berlin bei der Verwandschaft. 

Sonntag starteten wir ebenso gemütlich in den Tag mit leckerem Frühstück bei Thürmanns und der wundervollen Nachricht, das meine liebe Franzi spontan noch einen zweiten Tag auf der Messe sein wird. Nahezu zeitgleich trafen wir ein und rannten quasi erst einmal durch alle Hallen um kurz etwas zu klären. Dann wieder zurück zum Eingang wo Franzi direkt über Melanie von Mangoseele und Claudia von Food with a view stolperte und sich direkt fest quatschte. Ich seilte mich auf der Suche nach Cathrin irgendwann ab und wurde sogar fündig. Zusammen mit Karin von Taste of Berlin, Eva von Dentalfood und Anne von Cats&Cakes war die kleine aber feine Bloggerrunde damit komplett.  



Donnerstag, 13. November 2014

Rotkohlsuppe

Die Speisekammer hat mich schon des Öfteren vor unvorhersehbare Herausforderungen gestellt. So auch die Woche - ich hatte einen ganzen Rotkohl in der Tüte! Großartig zusätzlich einkaufen wollte ich allerdings nicht, auch zur schnöden Beilage wollte ich ihn nicht degradieren. Als Hauptgericht sollte er daherkommen und ich fand eine tolle Anregung bei freihändig kochen

Für 2 Personen:

400 g Rotkohl
1 Zwiebel
1 Kartoffel
400 ml Kokosmilch
400 ml Brühe
1 EL Zucker
Salz
Frisch gemahlener Pfeffer
Ingwer frisch oder getrocknet
(optional, frischer muss mitgekocht, getrockneter am Ende zugegeben werden. Oder ganz weglassen ^^).



Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Ich habe heute eine Email bekommen von einem bekannten Gewürzhersteller. Sie setzen sich gerade mit dem Thema Mindesthaltbarkeitsdatum auseinander. Fast jeder weiß mittlerweile, dass jährlich viel zu viele noch genießbare Lebensmittel (ca. 20 Millionen Tonnen!) in den Müll wandern. Oftmals ist das MHD ein Grund dafür, weil viele Menschen "überlagerte" Lebensmittel automatisch als verdorben sehen und diese wegwerfen, obwohl sie noch absolut in Ordnung sind. 

Zu diesem Thema haben sie mir die folgenden Fragen geschickt:

Benötigen Sie ein MHD?
Was sagt ein abgelaufendes MHD für Sie aus und was ist die Konsequenz?
Was denken Sie würde passieren, wenn wir (besagter Gewürzhersteller) beschließen kein MHD mehr auf unsere Gewürze zu drucken?

Ich setze mich ja schon länger mit dieser Thematik auseinander. Seit Februar diesen Jahres gehe ich regelmäßig zur Speisekammer ( so heißt die Tafel bei uns) und entlaste damit meine Haushaltskosten. Die Lebensmittel landen dort aus unterschiedlichsten Gründen. Obst und Gemüse hat meist schon Stellen oder kommt aus Säcken wo vielleicht schon ein zwei Sachen schlecht waren. Fleisch- und Wurstwaren sowie jegliche Milchprodukte sind meist kurz vor oder kurz überm Mindesthaltbarkeitsdatum, feste Produkte (Nudeln, Mehl, Grieß, Kakao, Müsli etc.) stammt meist aus kaputten Packungen die nicht mehr verkauft werden können. 


Beispielbild eines Speisekammer-"Einkaufs"
Nun noch die Frage was ist eigentlich das Mindesthaltbarkeitsdatum? Laut Definition gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum den Zeitpunkt wieder, bis zu dem ein Lebensmittel unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen seine spezifischen Eigenschaften behält. Also Geschmack, Farbe, Aroma etc. so sind wie vom Hersteller gewollt. Danach ist das Produkt allerdings nicht automatisch verdorben, es kann trotzdem verwendet werden. Ein Unterschied dazu ist das auf Frischfleisch gebräuchliche "zu verwenden bis". Diese Produkte könnten tatsächlich gesundheitsgefährlich sein, weil sie schnell verderben. 

Mit diesem Hintergrund beantworte ich nun also die erste Frage: Brauche ich eigentlich ein Mindesthaltbarkeitsdatum? Die Antwort ist JEIN. Es kommt für mich auf die Produktgruppe an. Sämtliche trockenen Produkte wie Nudeln, Gewürze, Grieß und so weiter brauchen meiner Meinung nach kein MHD. Ebenso ist es meiner Meinung nach bei eingekochten Sachen und Konservendosen überflüssig. Bei allen Produkten aus dem Kühlschrank möchte ich allerdings nicht drauf verzichten. 

Damit komme ich nämlich auch direkt zur zweiten Frage, was ein abgelaufendes MHD für mich bedeutet und welche Konsequenz ich daraus ziehe. Ist ein gekühltes Produkt abgelaufen, so heißt dies, dass ich mich auf meine Sinne verlassen muss. Geruch, Geschmack, Optik - wenn ein Joghurt komisch riecht oder seltsam schmeckt, würde ich ihn nicht aufessen. Sieht die Wurst seltsam schmierig aus, muss ich sie ebenfalls entsorgen. Sagen mir allerdings meine Sinne, dass dieses Lebensmittel noch in Ordnung ist, dann wird es auch verarbeitet. Selbst Fleisch das 1-2 Tage über dem Verfallsdatum ist, habe ich bereits verwendet. Natürlich habe ich es ordentlich durchgegart - es hat niemand Probleme davon getragen und geschmeckt hat es auch :)

Bleibt also nur noch die letzte Frage, was passieren würde, wenn das MHD nicht mehr aufgedruckt werden würde. Diese Frage ist meiner Meinung nach die schwerste. Erstens weiß ich nicht wie die lebensmittelrechtlichen Bestimmungen zum MHD bei Gewürzen sind. Und zweitens fehlt meines Erachtens noch eine Menge Aufklärung zu dem Thema, viele würden es wahrscheinlich vermissen, weil man es ja gewohnt ist. 

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass das MHD bei Gewürzen weggelassen werden kann. Zwar kann es passieren, dass bei langer Lagerung Aroma und damit Geschmack verloren geht. Bei guter Lagerung, z.B. in luft- und lichtgeschützen Behältnissen, ist das aber meiner Meinung nach kein Problem. Auch hier gilt, dass man seine Sinne einsetzen muss. 

Übrigens das sinnloseste Mindesthaltbarkeitsdatum meiner Meinung nach ist das auf Salz. Da liegt das Zeug tausende von Jahren in der Erde, wird dann abgebaut und muss dann innerhalb von 2 Jahren oder so verarbeitet werden, weil es sonst schlecht wird^^ (Das einzige was bei Salz passieren kann ist ein Zersetzen des zugegebenen Jods).

Was ist denn Eure Meinung zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum? Wie würdet Ihr diese Fragen beantworten? Ich freu mich auf Eure Meinungen!